... jetzt habe ich mal wieder Zeit zum schreiben.
Im Dezember hatten wir uns entschieden, dass wir unser verdientes Geld doch lieber in Neuseeland als Australien lassen und haben schnell den Flug gebucht. von Australien hatten wir dank seegeltour und geplantem Roadtrip die Ostküste entlang dann ja schon fast alles gesehen, was wir zu sehen geplant hatten.
Nachdem wir den letzten Tag in Sydney dankt verbracht hatten, unser ganzes Hab und Gut in zwei Backpacks plus zwei Daypacks zu verstauen (es hat sich doch so einiges angehäuft: ein großes Handtuch, eine Pfanne, eine Queen sized Luftmatratze, Fleecedecken, etc. etc. Und natürlich dem Zelt)
mussten wir feststellen, das wir uns wohl schon auf den Hinflug (trotz 23kg Freigepäck) von einigen Sachen aus Platzgründen trennen müssen.
Am dritten Januar ging es mit dem Mietwagen zum Sydney airport und mit dem Glück auf unserer Seite (unser überdimensionales Wurfzelt ging umsonst als fragile Ware in den Flieger) sind wir in den Flieger nach Auckland gestiegen.
beim landen mussten wir dann allerdings noch einiges angeben. Haben Sie Essen dabei? ja ein paar Gewürze. Zelt und andre Camping Ausrüstung? ja. Sachen die in Berührung mit Wasser waren? ja. komplette schnorchel Ausrüstung. Ward ihr in den letzten dreißig Tagen im Wald oder habt mit Tieren oder auf Farmen gearbeitet? ja.
Am Ende können wir dann kaum etwas verneinen und dementsprechend Viel die Kontrolle aus. Da Neuseeland sehr mit agricultural pests zu kämpfen hat wurden dann unsre Schuhe und Zelt von einem netten Flughafen Arbeiter geputzt (der arme) :D
zum Schluss wurde Andi noch geholt, damit er das Zelt wieder einpacken kann (that one is a disaster! I won't pack that one. ein bisschen Übung gehört wohl dazu so ein Wurfzelt wieder in die Hülle zu kriegen. Andi hat das natürlich unter skeptischen blicken gleich beim ersten mal souverän gemeistert!
Dann haben wir unser Mietauto abgeholt und sind nach Auckland gefahren. Da haben wir zwei Nächte verbracht. Am nächsten Tag haben wir erstmal ausgeschlafen und sind dann in die Stadt gefahren, wo Andi sich noch ne schöne Canon gegönnt hat. danach ging es zum Piha beach an der Westküste.
Am nächsten Tag sind wir dann Richtung coromandel Peninsula gefahren. Erst die Westküste der Halbinsel hoch und irgendwann eine kleine Straße quer durch die Berge. Die, wie sich heraus stellte nach fünf km zu einer schmalen Schotterpiste wurde. Als der Regen dann noch starke wurde wurde es langsam gruselig, aber da hatten wir schon über die Hälfte. Dann hatten wir es geschafft und sind schnell zum Hot Water Beach gefahren. An ein paar Stellen am Strand muss man nur etwa zwanzig cm tief buddeln und schon hat man seinen eigenen kleinen Hot pool! Allerdings dachten sich das nicht nur wir, sodass man sich erstmal durch kämpfen musste um einen Platz zu finden wo auch wirklich heißes Wasser ist. Und dann kam man sich vor wie Sardinen in der Dose. Aber bei Regen, kaltem Wind, 14 Grad und einer wunderschönen Aussicht könnte man darüber hinwegsehen.
Und als wir gerade gegen wollte dachte sich so eine Riesenmördermonsterwelle, dass wir nach so einem heißen Bad auf jeden Fall kalt duschen sollten, um unseren Kreislauf wieder in Schwung zu bringen. Danke! voller Sand, Salz, Kitschnass und frierend mussten wir zurück zum Auto laufen. Duschen konnten wir nirgends und so sind wir weiter zur cathedral cove gefahren.
Bei Sonnenuntergang waren wir angekommen und können relativ Touristenfreie bilder schießen. Allerdings War es relativ dunkel, sodass wir einfach im Auto auf dem Parkplatz geschlagen haben und bei Sonnenaufgang nochmal zur cathedral cove gegangen sind.
Danach ging es Richtung Bay of plenty. nachmittags haben wir unser Zelt neben einem Seniorensportplatz aufgebaut und versucht die Reise wenigstens etwas weiter zu planen als: da sind wir gelandet. Dann fliegen wir wieder.
also haben wir uns in die Sonne gepflanzt und uns durch die Stapel von Broschüren gekämpft.
Dann haben wir beschlossen das matamata und Hobbiton im Shire doch eigentlich interessanter sind und haben uns auf den Weg gemacht. Für stolze 75 $ :-0 gab es eine Tour durch das hobbit Dorf. Unser Glück: nur neun Leute in unserer Gruppe.fast schon eine privattour. Unser Pech: der Guide hatte vermutlich schrecklichen Sprühschuss und ist die ganze zeit mit hoch roten Gesicht zwischen den Hobbithöhlen und dem Klo hin und her gerannt, und konnte uns so kaum was erzählen. :D
dann haben wir einen möglichst von jeder Straße abgelegen pretty gesucht und haben da im Auto geschlafen.
morgens wurden wir von Farmer begrüßt, ein netter alter Mann, der aus den Niederlanden ausgewandert ist und jetzt Schafe und Hirsche hat. Der meinte dann zu uns wie sollten lieber bei den Farmen klingeln und fragen ob wir uns hinter den Zaun stellen können.das wäre sicherer und die meisten wurden ja sagen.
Dann haben wir uns mit kleinem Fotoumweg durch das Auenland auf den Weg nach rotorua gemacht und da zuerst einen Campingplatz mit heißen duschen gesucht. Und es War so kalt im Zelt, dass wir am nächsten Tag erstmal Mützen und Schal kaufen mussten.und Andi auch noch Handschuhe und einen dicken Pulli.
danach haben wir im Polynesian Spa entspannt. Bei Regen Wind und Gewitter im 41 Grad heißen thermalwasser. Bis das gewittert zu nah kam und wir alle frierend am Beckenrand warten mussten.
Am nächsten Morgen ging es nochmal in die Stadt und wir haben endlich einen kleinen Camping Kocher gekauft und sind dann nach Orakei Korako gefahren.
Einer geothermisch sehr aktiven Region. Da gibt es Geysire, brodelnden Schlamm und so weiter :D
dann haben wir einen kostenlosen Camping Platz gefunden und haben da geschlafen.
Am nächsten Morgen standen wir auf und es graute mir vor dem, was bevor stand. 11 Grad zeigte das Auto Thermometer. dicke Socken, Wanderschuhe, dicke Pullis, Mütze Schalund Handschuhe. instant noodles gekocht und los ging es nach Mangatepopo, dem Beginn der Wanderung zum mt doom und dem Tongariro Alpine Crossing.
Rucksack gepackt und los.
Jeden geschafften Kilometer mit einer trinkpause belohnen. Man soll sich ja kleine Ziele setzen um die Motivation hoch zu halten :D das hat am Anfang auch gut geklappt, bis zur Devils staircase. Da War dann eher jeder geschaffte Stufen Abschnitt ein Grund zu feiern. tolle Aussichten als Belohnung sollen nämlich erstmal ausbleiben. Dank der Wolkendecke in der wir Rum liefen konnte man kaum fünfzig Meter sehen.
oben angekommen sind wir noch fast am Schicksalsberg vorbei gelaufen. vor luter Wolken konnte man in kaum sehen. es hat für zwei Photos gereicht, dann War er schon wieder weg.
Wir sind weiter Richtung Tongariro gelaufen. Den South crater hochgeklettert, Im Windschatten eines Felsens unsere wohl verdiente Mittagspause genossen und dann weiter zum Red crater. dem höchsten Punkt der Wanderung. Und pünktlich dazu Eis die Wolkendecke auf und zumindest in eine Richtung hatten wir freie Sicht. Auf emerald lakes und den Blue Lake.
Berg auf ging dann alles ganz schnell. natürlich nicht ohne pausen am allen tollen stellen auf dem Weg ;)
aber der Weg bestand jetzt nur noch aus losem Gestein und uns wurde ziemlich schnell klar, wieso überall empfohlen wird, die Wanderung in Mangatepopo zu starten und nicht andersrum. Mit Mitleid und einem gewissen Maß an Schadenfreude sind wir an den Armen Menschen, die diesen Rat nicht befolgen wollten, vorbei nach unten geschlittert.
von den emerald lakes ging es zum Blue lake, wo wir zwei aus der Ukraine getroffen haben, die uns gefragt haben wie wir zum anderen Parkplatz kommen. Ähhh ja scheiße. Keine Ahnung. Na dann mal schnell! Die Hälfte der Wanderung lag hinter uns und es War schon fünf.
An da gab es aber nichts spannendes mehr auf den Weg, so dass wir nur noch den ewig langen zick Zack weg bergab laufen mussten und man sich hinter jeder Kurve und Ecke den andren Park Platz wünschte. Den erreichten wir aber erst um 20:10 Uhr. Zusammen mit vier anderen standen wir am Parkplatz: und jetzt? Der letzte Bus War vor Stunden gefahren.
Erstmal zur größeren Straße laufen. eine Gruppe von sechs wollte natürlich keiner mitnehmen, sodass sich die ersten entschieden zu laufen. Die nächsten beiden Folgten bald, sodass Andi und ich die letzten verbliebenen waren. Okay: wir warten noch zwei Autos ab, dann laufen wir auch los.
Kein Erfolg beim hitch hiking, also mussten wir laufen. später erfuhren wir: 24km wären das gewesen.
Das nächste Auto hat uns eingesammelt und der kiwi hat uns sogar noch ungefragt die sieben km von der Straße zum Parkplatz gefahren. um 21:36 Uhr saßen wir endlich in unserem Auto.
nett wie wir sind haben wir dann noch die Fahrer von den anderen zwei Autos eingesammelt und zum Parkplatz gebracht und waren um kurz vor elf todmüde endlich wieder am Campingplatz. Wo wir komisch angeguckt wurden: was habt ihr den gemacht?! Wir waren in fünf Stunden durch!
Dafür haben sie allerdings auch nichts als Wolken gesehen.
Am nächsten Tag mussten wir erstmal entspannen und haben absolut nichts gemacht, außer am lake taupo zu picnicken und im Schwimmbad zu duschen.
Am nächsten Morgen zeigte das Auto Thermometer nur noch fünf Grad an.
Dann ging es Richtung wellington, wo wir zwei Nächte auf Campingplätzen "in der Nähe" geschlafen haben. jeweils noch fast zwei Stunden Fahrt.
Und dann ging es am nächsten Tag mit der Fähre auf die Südinsel!
Das wars erstmal. ansonsten ist nur zu sagen, dass es uns gut geht, Neuseeland auf Platz eins meiner Lieblingslandschaften steht, und wir, sobald wir wieder in Australien sind, möglichst schnell Arbeit finden sollten :D
Schöne Grüße von uns beiden.
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