Montag, 9. Dezember 2013

lange lange ist es her, als ihr das letzte mal von uns gehört habt.
Und dann ist auch noch so viel passiert, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen muss.
zu aller erst: wir leben noch,  uns geht es gut und langsam füllen sich unsre Konten, Zeit die Reise zu planen.

also,  von andis verwandten aus ging es dann erstmal zurück ins hostel. Die Bankkarte War zwar angekommen, aber so wirklich wussten wir noch nicht wie es weiter geht. mango Saison sollte bald los gehen und uns War klar, dass wir da arbeiten wollen. Andi picken, ich packen.
Nachdem Jens dann noch überglücklich erzählt hat, durch wie viel Glück und tolle Zufälle er am einen kostenlosen Segeltrip von cairns nach townsville gekommen ist, War unsere Laune relativ weit unten und wir haben ihn ein bisschen gehasst. Wir habens dir natürlich auch gegönnt :D
noch größeres Glück hatten dann allerdings Andi und ich. Der andere Typ, der eigentlich mit segeln wollte musste kurzfristig absagen, und allen Alleinreisenden War es zu spontan. sollte ja am nächsten Tag schon losgehen.
abends meinte Jens dann, Fragen kostet ja nichts, vielleicht könnt ihr ja auch einfach beide mit,  und stand fünf Minuten später grinsend vor mir: ihr habt zwei Stunden eure Sachen zu packen.

abends dann noch schnell Flossen, schnorchelund Taucherbrille gekauft und ab zum Hafen.
gleich sofort ging es dann aber doch nicht los. eine Nacht sollten wir noch im Hostel bleiben,  am nächsten Morgen um halb acht am Hafen sein.
In der letzten Nacht in cairns kaum geschlafen und Dank übertriebener Klimaanlage noch krank geworden,  ging es früh und ziemlich verschnupft los.  Der Kapitän hat uns abgeholt, wie haben unsere Sachen verstaut und dann ging es einkaufen für eine Woche. leider haben wir kein Wasser gekauft, das Wasser auf dem Boot sei trinkbar,  hieß es, (der Tank hat geschimmelt und dem entsprechend auch dad Wasser. Yummi) und ich hab irgendwie bist Tage mit 1,8l überlebt.  Jens und Andi haben dad Wasser einfach getrunken.
Nach dem einkaufen (wir haben uns noch schnell mit Übelkeitstabletten eingedeckt) ging es dann los.
Als erstes ging es zu Fitzroy Island. vor der Insel geankert und die erste Nacht auf dem Boot verbracht. morgens dann nach dem Kaffee gleich die Flossen angezogen und rein ins blaue Wasser. Schnorcheln und dann das Boot schrubben.  Allerdings wurde ich von irgendwas, evtl einer Qualle,  gestriffen und hatte dann komische benenne Pusteln am Bein, sofort mit Essig abgewaschen und mit iodsalbe eingeschmiert. Nach zwei Stunden waren die weg.
von da aus sind wir zu high Island gefahren. wind gab es kaum, sodass wir nicht wirklich segeln konnten. High Island ist eine einsame Insel, auf der wir abends ein Lagefeuer am Strand gemacht haben und Andi und ich haben dann draußen auf dem Katamaran geschlafen.  unter dem schönsten Sternenhimmel der Welt :D
morgens wurden wir dann vor fünf geweckt, weil der captain die Windstille ausnutzen wollte, und wir sind zum Gibson Reef gefahren.  Auf dem Weg einen wunderschönen Sonnenaufgang gesehen.
Mit dem Boot ging es direkt ins Riff rein, da sind wir vor Anker gegangen und mir dem Beiboot zu verschiedenen Stellen gefahren und sehr viel geschnorchelt.
irgendwann kam Andi angeschwommen: da war ein Hai! Ein großer! und ein kleiner! Der hat mich verfolgt!
irgendwo zwischen "oh scheiße.Hilfe" und "oh gott wie Geil ich willauch einen sehen" sind wir dann weiter geschnorchelt.  Und haben auch alle noch Haie gesehen. Die ungefährlichen Riff Haie, die tagsüber sehr träge sind. Und ich habe noch einen Hai mit schwarzen Flossenspitzen gesehen.  entweder ein Riff Hai oder ein whaler.  Der wäre dann relativ gefährlich gewesen und "a known mankiller", wie es im Buch steht. Aber gehen wir mal davon aus, dass es ein Riff Hai war. wie Leben ja noch alle.
Jens ist immer ziemlich tief getaucht und hat unter den Riffvorsprüngen nach Tieren gesucht.  Und dann auch einen riesigen  Stachelrochen entdeckt.  Dank Erkältung und verstopften Nasennebenhöhlen könnte ich leider nicht so tief tauchen, aber auf den Videos hab ich ihn dann auch gesehen.  (wenn Jens sein Video fertig gestellt hat poste ich den link)

abends hab es dann wie immer lecker Essen (es gibt nichts besseres,  als einen guten Koch dabei zu haben und täglich leckeren Fisch zu angeln) und dann sind wir schlafen gegangen.
zudem habe ich mir beim schnorcheln dermaßen den Arsch verbrannt, dass ich die nächsten Tage weder sitzen noch liegen noch stehen noch irgendwas tun konnte und ab da nur noch lange Sachen an hatte.
Am nächsten Tag ging es Richtung innisfail. Der rechte Motor vom Schiff war kaputt und der Kapitän könnte nicht raus finden wieso. Auf dem Weg haben wir noch am Howi Reef gehalten zum schnorcheln und immer wieder geangelt.
spät abends sind wir dann in innisfail angekommen.

Am nächsten Tag sind wir einkaufen gegangen, endlich konnten wir Wasser kaufen, ich habe dann im Boot das Bad geputzt und Andi und Jens haben die Wassertanks aufgefüllt.  Als sie sich Pommes holen wollten gucken sie auf einmal Alicia und Marcel an, die wir aus dem woodduck kannten.
Jens kam zum Boot zurück: Maren,  komm mal mit. Wir haben wen getroffen.

Der Kapitän War noch mit dem Motor beschäftigt, der hatte ein kleines Stück Plastik eingesogen, Sofa er kein Benzin mehr ziehen konnte. abends hätten wir weiter fahren können, aber der Wind wurde zu stark um aus dem sehr Flächen Fluss wieder aufs Meer raus zu fahren, Sofa wir noch eine Nacht in innisfail geschlafen haben. Dann hat es so dolle angefangen zu schütten, dass wir uns einfach aufs Deck gestellt haben zum duschen.

Am nächsten Tag sind wir nach dunk Island gefahren. Auf der Insel steht ein 16 Mio $Ressort,  dass vom Zyklon komplett zerstört wurde und jetzt leer steht. sogar eine Flugzeug Landebahn gab es.  Und Seekühe, die haben wir aber leider nicht gesehen. Nur der captain...

Weiter ging es am nächsten Tag zum hinchinbrook channel.  ein Mangrovengebiet und Krokodil Paradies.
Da haben wir auch die nächste Nacht verbracht und sind abends noch mit dem Beiboot durch die kleinen Seitenkanäle gefahren.  War etwas gruselig.Andi hat eine extrem giftige Seeschlange (banded sea krait) gesehen,  die zwar so klein ist, dass sie kaum zubeißen kann, wenn sie es aber tut hat man noch fünf Minuten um sich zu verabschieden, dann schläft man ein und mir enorm viel Glück wacht man so drei Tage später wieder auf. Die meisten aber nicht. Und zwei Meter neben dem Boot hat er noch ein Krokodil entdeckt,  dass gerade unter getaucht ist.dann haben wir uns lieber aus dem Staub gemacht.
beim schlafen gehen dachten wir uns immer nur: hoffentlich bleiben die krokos im Wasser.

Weiter gings früh morgens zu Orphius Island,  wo wir wieder schnorcheln konnten. Und dann weiter zur great palm Island. Da sind wir wieder geschnorchelt. Außerdem haben wir versucht Krabben zu fangen, allerdings War der eine Käfig am nächsten Morgen leer und der andere zerstört. evtl von einem Hai.
Jens und Andi haben sich dann einen riesigen Felsen ausgesucht, zu dem sie Wandern wollten.  Ich habe auf dem Boot gewartet, und später ein Foto gemacht, wie sie auf einem Felsen standen und gewunken haben. Das Funkgerät hatten sie dabei, falls was passiert.
Auf dem Felsen, den sie sich ursprünglich ausgesucht hatten sind sie allerdings nie gelandet.  Nur auf einen vergleichsweise winzigen Felsen etwa 200m daneben. haben sie nicht mal bemerkt.

Als sie zurück kamen Tat Jens' Knie allerdings so weh (Fleisch Essende Bakterien,  ich habe den Namen vergessen, die nicht alle durch dad erste und zweite Antibiotika getötet wurden, auf Rache aus waren und noch einmal zurück kamen) sodass wir sofort nach magnetic Island mussten. Bis vier Uhr musste er beim Arzt sein. 15:57 waren wir dann am Strand und er konnte zum Arzt "laufen". Der War dann so nett ihn noch zur Apotheke zu fahren, sodass dann doch noch alles gut ging und er genug Antibiotika hatte um alles im Knie zu töten.
Andi und ich haben in der Zwischenzeit meine Sachen plus Rucksack plus eigentlich alles was ich habe gewaschen, weil das eine Ventil am Boot kaputt war und das Meerwasser wegen dem extremen Wellengang durch das, glücklicherweise saubere und seit Wochen nicht benutzte Klo ins Zimmer gedrückt wurde, und meine Sachen in einen 15cm tiefen see standen. Ähhh schwammen.

Am nächsten Tag sind wir dann ein bisschen wandern gegangen. zum the forts walk.  Auf magnetic Island der beste Ort um koalas zu sehen..  Auf dem hinweg hatten wir kein Glück, aber die Aussicht von ganz oben War es trotzdem wert.  Auf dem Rückweg haben wir dann aber ein komisches Geräusch gehört. Und sind erstmal ein bisschen in den Bush gekrakselt,  haben aber nichts gesehen. Als ich dann meine dass sich koalas auch so komisch anhören sind Jens und Andi sofort wieder in den Bush gelaufen und haben weiter gesucht.  kurz danach hörte man nur ein: wir haben ihn! ich auch sofort hinterher. irgendwann stehe ich mich um: sieben Touristen hinter mir.  "What's there?  Is it a koala? ??" ja da war einer. das arme Ding. Die meisten haben wohl noch nie davon gehört, dass man wildlife nicht mit Blitz fotografieren sollte.

Als wir dann endlich wieder an der Bushaltestelle saßen guckt Jens in den Baum auf der anderen Straßenseite: no way! You got to be kidding me! tadaaaa noch ein koala. Wir hätten gar nicht laufen müssen!
Da beste war allerdings, dass keiner der 15 Menschen an der gegenüber liegenden Bushaltestelle bemerkt hat, dass sie nur sieben Meter von einem koala entfernt saßen.

Den nächsten Tag haben wir auch noch auf magnetic Island verbracht und angefangen das Boot zu polieren.  danach sind wir nach townsville in die Marina gefahren,  wo das Boot aus dem Wasser gehoben wurde. Dann müsste die Farbe abgeschwiergelt werden,  der Rost entfernt, das Metall poliert, das Boot neu gestrichen, das Beiboot geschrubbt und dad Bootsinnere geputzt werden. damit wären wir auch von Freitag bis Montag beschäftigt.
Und der Kapitän hatte auf einmal so eine beschissene Laune, das wir angefangen haben zu zählen,  wie oft wir ihm eine rein hauen wollen. Nach einer Stunde wusste keiner mehr bei wie viel er jetzt War. es War einfach zu viel.Montag wurde das Boot wieder ins Wasser gehoben und wir wollen eigentlich noch einen letzten netten Abend miteinander verbringen, nachdem der Typ schon vier Tage lang scheiß Laune hatte. Nachdem er uns dann aber noch gleich angemacht hat,  für einen Kratzer im Holz, der definitiv nicht von uns kam, hatte sich das auch erledigt und wir wären am liebsten gleich gefahren und hatten eine Nacht am Strand geschlafen.

Immerhin wussten wir, dass wir am nächsten Tag nach ayr konnten und da im Hostel Zelten.

Am nächsten Morgen sind wir dann noch ins Einkaufszentrum gefahren um vom Kapitän weg zukommen. um halb eins dann endlich vom Boot runter. Und als ich mich noch bedanken wollte und Tschüß sagen wollte hat er nix gesagt und ist gegangen. netter Mensch...
Aber trotzdem war der Segeltrip einfach nur mega Geil!!!
Um kurz nach zwei ging dann der Bus nach ayr. Jens hatte einen Platz im Hostel in home Hill gekriegt und ist mit dem selben Bus gefahren.


soooooo. schon mal ein Anfang. Was in ayr so alles vor sich geht könnt dann später. Mir tun die arme und Finger weh.
liebe grüße und so von Mandi :D

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